Landkreis Ludwigslust

Landschaften voller Klarheit und Ruhe

Landkreis Ludwigslust

Ausgedehnte Moore, offene, karge Sandflächen, wogende Felder, satte Viehweiden und ursprüngliche Auen- und Heidelandschaften – wohl nirgendwo sonst in Deutschland offenbart sich eine landschaftlich so vielfältige Region. Dünn besiedelt bietet der Landkreis Ludwigslust viel Raum für eine überaus reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Und mit seiner Lage mitten im Dreieck zwischen Hamburg, Lübeck und Schwerin erweist er sich als idealer Rückzugsort für Stressgeplagte und Stadtmüde.

Gut ein Fünftel der Fläche des Landkreises Ludwigslust besitzt Naturschutzstatus. Hier setzt man auf sanften Tourismus, die traditionsreiche Pferdezucht, eine anspruchsvolle regionale Küche. Naturliebhaber erfreuen sich über ein ausgedehntes Wander- und Radwanderwegenetz sowie über zahllose romantische Reitwege durch Wald und Flur. Highlight der Region: die barocke Kreisstadt Ludwigslust, ehemalige Residenz der Mecklenburgischen Herzöge.



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Vellahn und Zarrentin

Herrenhaus und Dorf Kloddram gehören zur Gemeinde Vellahn, die mit drei weiteren Gemeinden das 9.500 Einwohner zählende Amt Zarrentin am Schaalsee bildet. Verwaltungssitz und somit Zentrum des Amtes ist die Stadt Zarrentin. Durch ihre attraktive Lage direkt am Schaalsee und die guten Verkehrsanbindungen ist der Tourismus heute der Hauptwirtschaftszweig der charmanten Kleinstadt. Sehenswert ist insbesondere das imposante, 1246 errichtete und zwischen 2003 und 2006 aufwendig sanierte Zisterzienser Nonnenkloster. Neben einer Dauerausstellung finden hier auch Konzerte und Messen statt. Das Kloster ist zudem Festspielort der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee

Das 309 Quadratkilometer große, zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gelegene Schaalseegebiet ist Natur pur. Von der UNESCO im Jahr 2000 als internationales Biosphärenreservat anerkannt, beheimatet es dank seiner jahrzehntelang geschützten innerdeutschen Grenzlage eine einzigartige Biotop- und Artenvielfalt. Insbesondere im Spätsommer und im Herbst bietet das Gebiet mit der Ankunft und Rast von tausenden Gänsen und Kranichen ein spektakuläres Naturereignis, das man nicht so schnell vergessen wird.

Kernstück des Reservates ist der 24 Quadratkilometer große und bis zu 72 Meter tiefe Schaalsee. Entstanden in der letzten Eiszeit, ist er heute eindrucksvolle Wegmarkierung von über 150 Kilometern Wander- und Radwegen, die sich durch die moor- und waldreiche Landschaft schlängeln.

Naturpark Mecklenburgisches Elbetal

Zwischen den beiden Hafenstädtchen Boizenburg und Dömitz, auf 426 Quadratkilometer entlang der niedersächsischen Grenze erstreckt sich der Naturpark Mecklenburgisches Elbetal. Als Teil der länderüberspannend geschützten „Flusslandschaft Elbe“ bietet er eine Kulturlandschaft, in der die ursprüngliche Kraft einer der größten Ströme Europas noch lebendig ist.

Geprägt wird der Naturpark von den reichen Überflutungsräumen der Elbe und ihren zahlreichen Nebenflüssen, den Weichholzauen, Bracks, Feuchtgrünländern und Mooren. Eindrucksvoll für jeden Besucher sind die ausgedehnten Flugsanddünenfelder.

Über geführte und selbst entdeckte Wander- und Radtouren hinaus lädt das Mecklenburgische Elbetal ein zu einer Vielzahl naturnaher Aktivitäten. Ob romantische Schifffahrten auf der Elbe oder spannende ornithologische Exkursionen, von Geschichte und Kultur der umliegenden Hafenstädtchen, ihren regionalen Märkten und Leckereien bis zum Angebot von Malkursen in Landschaftsmalerei - hier gibt es viel zu erleben.

Griese Gegend

Zu früheren Zeiten als unwirtliche Heidelandschaft aus Sand, Sümpfen und Mücken verschrien, offenbart sich die Griese Gegend dem heutigen Besucher mit charakteristisch herber Schönheit. Kleine Flüsse und Bäche durchziehen die weitläufige Feldkultur, große alte Eichen säumen die wenig befahrenen Straßen und Wege.

Inmitten der ganz im Süden des Landkreises gelegenen Landschaft befindet sich Ludwigslust, die ehemalige Residenz der Mecklenburgischen Herzöge. Die Kreisstadt ist mit über 12.000 Einwohnern nicht nur das urbane Zentrum der Region, sondern zugleich ein wahres städtebauliches Kleinod. Unbedingt sehenswert: das Schloss mit seinen Ausstellungen höfischer Kunst und Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts sowie die noch heute vollständig erhaltene barocke Stadtanlage. Selbstverständlich verfügt das „Versailles des Nordens“ auch über eine ausgezeichnete Gastronomie und eine Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten in entspannter Atmosphäre

Die Lewitz

Alte Mühlen, Burgen, Jagdschlösser – die historisch-bauwerkliche Vielfalt gehört zur Lewitz wie ihre schier endlos weiten Wiesen- und Ackerflächen. Landschaftsprägend auch hier das Wasser: Schnurgerade ziehen sich zahllose Kanäle und Entwässerungsgräben durch das ebene Land, geben riesige Karpfenteiche deutliche Hinweise auf regionale Gastronomie-Spezialitäten.

Die Kreise Ludwigslust und Parchim teilen die unter Landschaftsschutz gestellte Lewitz verwaltungspolitisch, landschaftlich bewahrt sie sich dagegen ihren eigenständigen Charakter. Über die Grenzen hinaus bekannt ist die Region vor allem bei Pferdeliebhabern durch ihre Pferdezucht und den Pferdesport. Selbst eine eigene Pferderasse, die Lewitzer oder Lewitzschecken, gibt es hier.